Gerade erst zum dritten Stern Luxemburgs in Brüssel gekürt, und schon folgt die nächste hohe Auszeichnung für unseren Ehrenpremierchef nämlich der „Internationale Brückepreis der Europastadt Görlitz/Zgorzelec“, nicht zuletzt wegen Junckers „scharfen, empirisch basierten Analysen zum ökonomisch und politisch Machbaren“, die „stets auch menschlich-soziale Aspekte“ einbezogen hätten. Wie menschlich und sozial Jean-Claude Juncker im tatsächlichen Leben ist, lässt sich u.a. an dessen Verhältnis zu seinem ewigen Dauphin Luc Frieden ableiten, an das das „Tageblatt“ gestern zu erinnern wusste: „Stets musste der Dauphin für Juncker-Späße herhalten, so wenn er sich über Friedens hagere Figur lustig machte. Da müsse man beim Straßenüberqueren achten, dass Luc nicht durch den Gully fällt, meinte er vor versammelter Presse“. Böse Zungen behaupten sogar, dass Juncker, hätte er Premierchef bleiben dürfen, Frieden das Finanzressort wieder weggenommen hätte. So viel Menschlichkeit und Sozialkompetenz hinterlässt dann aber natürlich ihre Spuren, die jetzt auch dem „Spiegel“ aufgefallen sind: „Juncker ist 59 Jahre alt. Wer das hört, glaubt es zunächst nicht. Sein Gesicht sieht aus wie die Straßenkarte einer Großstadt, Hunderte Linien, die Falten sind“. So was von böse aber auch...