LUXEMBURG
LJ MIT UNICEF

Dank Unicef können mehr Kinder zur Schule gehen

Ihr Vater hat die Familie und Nepal vor Jahren verlassen, um im Ausland zu arbeiten. Die Mutter hat einen anderen Mann kennen gelernt und den Kontakt zu ihren Kindern abgebrochen. Während Saschinas ältere Schwestern schon als Minderjährige zwangsverheiratet wurden, mussten sie und ihr Bruder bereits in jungen Jahren arbeiten und konnten demnach nicht zur Schule gehen.

Eines Tages kam Saschina zu einer älteren Dame, der sie im Alltag helfen sollte. Die Frau, die sie zärtlich „Aama“ nennt - „Mutter“ - sorgte dafür, dass Saschina zur Schule gehen kann. „So lange ich lebe, werde ich darauf achten, dass sie zur Schule geht“, sagt Aama. Saschina ist eine gute Schülerin, sie ist die Drittbeste in ihrer Klasse.

Aber ihre Zukunft ist ungewiss. Wenn Aama stirbt, landet Saschina wieder auf der Strasse und muss für ihren Lebensunterhalt schuften. Doch Unicef, das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, hat Saschina in ihr Programm gegen Kinderarbeit aufgenommen. Die Organisation wird das Mädchen im Falle des Falles begleiten, damit sie ihre Studien fortsetzen kann. Laut Unicef muss in Nepal eins von drei Kindern arbeiten, um der Familie über die Runden zu helfen, das entspricht 2,8 Millionen Personen. Meist schuften sie unter gefährlichen Bedingungen.

Wenn Familien ums Überleben kämpfen müssen, stufen sie die Bildung nicht als vorrangig ein. Für die Unicef ist es ein Unding, dass die Kinder nicht zur Schule gehen können, genau wie der Umstand, dass die Kinder Arbeiten verrichten müssen, die ihre Gesundheit gefährden.

Die Armut und ein Sozialsystem mit großen Lücken sind die Hauptursachen für diese Lage. Das Kinderhilfswerk kämpft für ein besseres Schulangebot und einen besseren Schutz der Kinder, sensibilisiert die Familien und unterstützt sie gegen die Armut. So kauft sie Familien etwa Ziegen, durch die sie ein kleines Zubrot verdienen und ihre Kinder zur Schule schicken können. Rund 58 Euro kostet eines dieser Huftiere. Unicef sammelt derzeit Spenden, um die bitterarmen nepalesischen Familien zu unterstützen.