LUXEMBURG
CLAUDE KARGER

Regierung vermittelt im Dossier „Stëftung Hëllef Doheem“ - Sozialplan vorerst auf Eis

Der Sozialplan bei „Stëftung Hëllef Doheem“ liegt seit gestern auf Eis. Direktion und Gewerkschaften, die am Morgen mit Sozialminister Romain Schneider (LSAP), Familienministerin Corinne Cahen (DP) und Arbeitsminister Nicolas Schmit (LSAP) zusammen saßen, haben sich darauf geeinigt, alles Mögliche zu tun, damit es zu keinen Entlassungen kommt. Das Unternehmen hatte am vergangenen 29. Mai überraschend bekannt gegeben, dass ein Sozialplan notwendig sei, um die Finanzlage im Griff zu behalten.

Erneutes Dreiertreffen am 26. Juni

Als Grund wurden die von der Regierung beschlossenen Kosteneinsparungen im Pflegebereich angeführt. Schätzungsweise 90 Mitarbeiter sollten von dem Sozialplan betroffen sein.

„Alle Akteure gemeinsam versuchen in den nächsten Wochen Lösungen zu finden, um die Leute im Berufsleben zu halten“, sagte Sozialminister Romain Schneider gestern nach dem Treffen, „Ziel ist es, auf null Entlassungen zu kommen“. Die Regierung werde die Universalität der Dienstleistungen des Unternehmens prüfen und ebenfalls die Finanzierung des IT-Projektes, das die Finanzen der Stiftung offensichtlich stark belastet.

„Stëftung Hëllef Doheem“ hatte bereits am Dienstag erklärt, alle Mittel einsetzen zu wollen, um Entlassungen zu vermeiden und auf Dialog und Transparenz setzen zu wollen. Die Gewerkschaften, die noch vergangene Woche die Verhandlungen abgebrochen und vor dem Sitz der Stiftung in Belair demonstriert hatten, befanden den Austausch gestern Morgen als „konstruktiv“.

„Wir begrüßen, dass sich nun jeder zum Ziel der null Entlassungen bekannt hat“, sagte OGBL-Gewerkschaftssekretärin Nora Back im RTL Radio, das sei „ein wichtiger Moment“. Allerdings gebe es noch sehr viel zu tun. Das meint auch LCGB-Gewerkschaftssekretärin Céline Conter. „Wir dürfen jetzt nichts anbrennen lassen“, sagte sie dem „Journal“. Der „Plan de Maintien dans l’Emploi“ müsse schnell unter Dach und Fach gebracht werden, um den Mitarbeitern Sicherheit zu geben. Am 26. Juni treffen sich Sozialpartner und Regierung erneut, um eine Bilanz der Verhandlungen zu ziehen.

Ein Termin für die Weiterführung der Gespräche zwischen Unternehmen und Gewerkschaften war gestern Nachmittag noch nicht vereinbart.