LUXEMBURG
ANNETTE DUSCHINGER

Rund 62,7 Millionen Euro sollen in die Modernisierung fließen - 2020 ist alles fertig

Viel Lob gab es gestern für die ZithaKlinik von allen Fraktionen. „Die ZithaKlinik ist ein dynamisches Qualitäts-Krankenhaus mit gutem Ruf“, fasste Gesundheitsministerin Lydia Mutsch (LSAP) die Meinung zusammen. Einstimmig und unumstritten wurde dann auch das Projekt zur Modernisierung verabschiedet. Insgesamt rund 62,7 Millionen Euro soll es kosten, zu 80 Prozent, sprich mit 55,6 Millionen, ist der Staat an der Investition beteiligt. 2020 soll es abgeschlossen sein.

2009 geplant, 2012 schon vorgestellt und 2015 geht es nun los

1925 wurden die ersten Infrastrukturen der „Clinique Ste Thérèse“ gebaut. Es folgten weitere Aus- und Anbauten bis hin zu einem Umfang von 226 Akutbetten und 30 geriatrischen Reha-Betten. 2012 wurde bereits das Konzept für die Modernisierung vorgestellt, das damals noch Investitionen von 80 Millionen Euro vorsah - dann kam die Fusion mit der Fondation François-Elisabeth, die 2014 zur Gründung der Fondation Hôpitaux Robert Schuman führte. Nachdem im vergangenen Jahr dann ein medizinisches Konzept für die ZithaKlinik vorgelegt wurde, konnte die Modernisierung schließlich in Angriff genommen werden.

Verbessert wird der Komfort in den Patientenzimmern, die medizinischen Geräte werden zeitgemäß angepasst und die Poliklinik vergrößert. Auf Kosten einiger Akutbetten wird die Tagesklinik von derzeit 19 auf 38 Behandlungsplätze erweitert, denn ambulanten Behandlungen und Operationen sollen einen Schwerpunkt darstellen. Die Gesamtfläche der Klinik steigt um 20 Prozent auf 19.000 Quadratmeter und es sollen zwei Dialyseeinrichtungen dazu kommen. „Aus der Klinik wird nun doch keine Geriatrie, so wie es zeitweise befürchtet wurde“, sagte Josée Lorsché (déi Gréng). Die Zitha bleibe die Zitha - das einzige Wohnviertel-und Nachbarschafts-Krankenhaus, das diesen Namen noch verdiene. Das Projekt ist das erste von vier geplanten Großprojekten im Krankenhauswesen.