LUXEMBURG
MAITI LANG

Es gibt Mittel gegen Prüfungsstress an Schule und Universität, die wirken

Woher kommt der Prüfungsstress? Warum macht man sich selbst so viel Druck, wenn es auch anders geht? Hierfür gibt es eine ganz plausible Erklärung. Der Prüfungsstress entsteht durch Prüfungsangst. Den Leidtragenden reicht es nicht, genug zu wissen, sie fürchten, nicht ausreichend vorbereitet zu sein, haben Angst davor, der bevorstehenden Prüfung nicht gewachsen zu sein. Die extreme Besorgtheit führt dazu, dass der Prüfling sich ein ganz falsches Bild von seiner Prüfung macht und sich so weiter hinein steigert.

Er traut sich selbst nichts zu. Die Tage, die der mit Lernen verbracht hat, reichen in seinen Augen nicht aus, um genug zu wissen und der Prüfung gerecht zu werden. Wer Angst hat, macht sich selbst klein, da die Angst vor der späteren Bewertung den Kandidaten komplett einschüchtert.

Lange im Voraus planen

Dies braucht ein Kandidat allerdings nicht zu befürchten, wenn er sich seine Arbeit gut und lang genug im Voraus aufgeteilt hat, Befürchtungen schwächen den Kampfgeist. Aber Kampfgeist ist sehr wichtig und ein gutes Hilfsmittel, um die Prüfungszeit zu überstehen, da er eine gute Grundlage für Motivation ist und sie auch fördert. Man kann also im Nachhinein sagen, dass Prüfung-Gestresste nicht nur sich selbst, sondern auch die Situation - also hier die Prüfung - falsch einschätzen.

Prüfungsstress lässt sich reduzieren, indem man sich entsprechend gut im Voraus organisiert.

Tipps gegen die Angst

Ein guter Tipp ist es zum Beispiel, einen Wochenplan aufzustellen. Das hilft aber nicht immer und nicht jedem. Es gibt aber gegen Prüfungsstress auch noch ein paar andere Tricks. Es ist sehr wichtig, sich ausreichend und gut zu ernähren und zu bewegen, auch wenn dies kurz vor der Prüfung wenig effektiv erscheint. Das Resultat ist immer positiv. Der Kopf kann abschalten und der Körper kann neue Energie schöpfen. Wichtig ist, mindestens drei geregelte Mahlzeiten am Tag einzunehmen. So kann man konzentrierter lernen. Auf keinen Fall sollte man eine dieser Mahlzeiten ausfallen lassen - besser sind noch kleine Zwischenmahlzeiten. Unter Stress benötigt der Körper viele Mineralstoffe wie zum Beispiel Magnesium. Magnesium findet sich in Lebensmitteln wie Nüssen, Hülsenfrüchte, Avocados, Spinat, Geflügel, dunkler Schokolade und Bananen. Außerdem ist Kalzium auch sehr gut gegen Stress. Das kommt vor in Spinat, Avocados und Bananen, aber auch in Lebensmitteln wie Salat, Milch und Kartoffeln. Natürlich sind auch Vitamine wichtig; ganz besonders Vitamin B, von dem es verschiedene Varianten gibt. Dieses Vitamin wird auch oft „Nerven-Vitamin“ genannt. Es ist in Haferflocken, Joghurt, Käse Pilze, Fisch, Rindfleisch und vielen anderen Lebensmitteln enthalten.

Sport gegen Stress

Allerdings ist nicht nur die Ernährung ein Thema bei Prüfungsstress, sondern auch regelmäßiger Sport. Hier hat der Kandidat die freie Wahl und sollte einen Sport nehmen, der ihm Spaß macht, bei dem er sich austoben kann und bei dem er gut abgelenkt ist. Sport produziert Glückshormone. Er stimuliert außerdem die Muskeln und Nervenzellen. Durch diese Stimulation kann der Körper im Nachhinein entspannen. Hinzu kommt, dass Sport den Körper mit Sauerstoff versorgt.

Psychologisch wichtig ist es, sich auf seine Stärken zu konzentrieren, statt auf Schwächen und das, was schief gehen könnte. Das Vertrauen in das eigene Können steigt mit der Vorbereitung und dem Gefühl, sicher zu sein. Das muss man auch selbst wahrnehmen und sich immer wieder sagen. Dann weicht der Druck von selbst.