LUXEMBURG
PATRICK WELTER

Die Mainzer Ministerpräsidenten Malu Dreyer zu Besuch in Luxemburg

Die Zahl der politischen Freundinnen von Premierminister Juncker steigt kontinuierlich an. Die neue Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer, stellte er gestern nach deren Antrittsbesuch in Luxemburg auch als Freundin vor. Wobei Dreyer als frühere Arbeits- und Sozialministerin in Mainz schon des Öfteren gern gesehener Gast der luxemburgischen Regierung war.

Juncker bezeichnet das deutsche Bundesland als wichtigen Nachbarn und Partner in der Großregion, besonders jetzt, wo Rheinland-Pfalz die Präsidentschaft der Großregion bis 2015 übernommen hat. Während der gemeinsamen Gespräche, an denen auch der für die Großregion zuständige Innenminister Halsdorf und Infrastrukturminister Wiseler teilnahmen, ging es um Verkehrsprobleme auf Straße und Schiene, die 26.000 rheinland-pfälzischen Grenzgänger und natürlich auch um Europapolitik. Besprochen wurde auch die Zusammenarbeit beim Rettungswesen, bei den Notaufnahmen und eine Koordinierung der Krankenhausplanung. Das Dauerproblem Cattenom nicht zu vergessen, aber Malu Dreyer lobte immerhin die verbesserte Informationspolitik der französischen Seite. In Sachen Endlager Bure setzt Premier Juncker auch auf Widerstände innerhalb Lothringens. Ministerpräsidentin Dreyer sicherte zu, sich weiterhin bei der Deutschen Bahn gegen eine Abkoppelung des Trierer Raums vom ICE-Netz zu wehren.