LUXEMBURG
CHRISTIAN SPIELMANN

Die luxemburgische Co-Produktion „Préjudice“ als Eröffnungsfilm

Dieses Jahr feiert das Festival du Film Francophone von Namur (FIFF) seinen 30. Geburtstag. Die belgisch-holländisch-luxemburgische Co-Produktion „Préjudice“, der Erstlingsfilm von Antoine Cuypers, mit Nathalie Baye, Arno Hintjens und Eric Caravaca, hat die Festivitäten am 2. Oktober eröffnet. Das Familiendrama wurde von Lucil Film mitfinanziert und läuft im Wettbewerb des besten ersten Films. Am 9. Oktober endet das Festival mit der Verleihung der Preise im Theater der wallonischen Stadt, unter anderem den Haupttrophäen, den „Bayards d’Or“. Der französische Film „Je suis à vous tout de suite“ von Baya Kasmi, mit Vimala Pons, Agnès Jaoui und Anémone, wird als Abschlussfilm gezeigt.

Wettbewerbe

Erneut laufen 15 Filme im offiziellen Wettbewerb, davon der belgische Film „Welcome Home“ von Philippe de Pierpont als Weltpremiere. Olivier Gourmet war der Ehrenpräsident des Festivals bis 2014. Dieses Jahr wird er der Jury vorsitzen, in der noch die Regisseurin Marguerite Abouet, der Regisseur und Schauspieler Khaled Benaïssa, die Produzentin Elisa Garbar, die Schauspieler Marc-André Grondin und Raphaël Personnaz und die Schauspielerin Laura Smet tagen werden. Lubna Azabal und Frédéric Diefenthal sind die bekanntesten Namen in der Kurzfilm-Jury. Daneben gibt es die Jury Jeune, die Jury Emile Cantillon (in Erinnerung an den belgischen Bildhauer), die Jury Cinevox und die Jury de la Critique.

Der in Luxemburg am meisten erwartete Film des Herbstes ist „Eng nei Zäit“ von Christophe Wagner. Unter seinem französischen Titel „Demain, après la guerre“ wird er in Namur am Mittwoch, den 7. Oktober seine Weltpremiere feiern. Im Rahmen der Retrospektive „Focus Cinéma Belge Francophone“ ist die luxemburgische Co-Produktion „Melody“ von Bernard Bellefroid zu sehen.

Ateliers und Coup de Coeur

Das Festival ehrt die Sängerin und Schauspielerin Vanessa Paradis, deren Karriere vor fast 30 Jahren angefangen hat, mit einer kleinen Retrospektive ihrer Filme. Mit 16 drehte sie ihren ersten Spielfilm, „Noce blanche“ von Jean-Claude Brisseau, und erhielt für ihre Rolle den „Prix Romy Schneider“ sowie den César der besten Nachwuchsschauspielerin. Am Freitag, den 9. Oktober wird sie ab 14.30 Uhr im Kino „Eldorado“ an einer öffentlichen Diskussionsrunde teilnehmen.

Alle weiteren Informationen finden Sie unter www.fiff.be