LUXEMBURG
JACQUELINE KIMMER

„Convoi du Souvenir“ auf dem luxemburgischen Teil der „Voie de la Liberté“ am 21. Dezember

Die „Liberty Road“ oder „Voie de la Liberté“ erinnert an den ruhmreichen Zug der alliierten Truppen und besonders an die dritte „United States Army“ unter dem Kommando von General George S. Patton Junior. Die „Liberty Road“ beginnt in Utah Beach (Sainte Mère Eglise) in der französischen Normandie und führte über Angers, Saint-Symphorien, Reims und Metz nach Frisingen, Luxemburg-Stadt und Steinfort bis nach Bastogne (Belgien), wo Patton während der Ardennenoffensive der entscheidende Durchbruch zu den eingekesselten US-Truppen von General Arthur C. Mc Auliffe gelang.

Von Utah Beach bis nach Bastogne

Die „Liberty Road“ wurde Anfang 1946 von Major Guy de la Vasselais, der als französischer Verbindungsoffizier für General Patton tätig war, und Gabriel Hocquart, Bürgermeister von Metz, ins Leben gerufen. Mit einer Länge von 1.145 Kilometern (von Utah Beach bis nach Bastogne) ist die „Liberty Road“ nicht nur ein internationales Monument zwischen Frankreich, Luxemburg und Belgien, sondern stellt darüber hinaus das größte Erinnerungsmal der Welt dar, das jeden Kilometer mit einem Gedenkstein an die amerikanischen Soldaten erinnert, die damals, fernab ihrer Heimat, ihr Leben opferten, um Luxemburg vom Nazi-Joch zu befreien.

Im Dezember 1946 traf die luxemburgische Regierung die Entscheidung, die Idee Frankreichs und Belgiens von einer „Liberty Road“ zu unterstützen, und dass die „Bornes de la Liberté“ auf luxemburgischer Seite auf der historischen Strecke, die General Patton mit seinen Truppen vor 70 Jahren zurücklegte, angesiedelt werden sollten. Die Ortschaften, in denen „Bornes de la Liberté“ stehen, sind: Frisingen, Weiler-la-Tour, Hesperingen, Luxemburg-Stadt, Strassen, Bartringen, Mamer, Capellen, Windhof, Koerich und Steinfort. Entlang dieser Strecke wurden 31,5 „Bornes de la Liberté“ errichtet. Dies weil die in Evrange/Frisingen errichtete „Borne de la Liberté“ je zu einer Hälfte zum französischen und zum luxemburgischen Teil der „Voie de la Liberté“ gehört. Offiziell eröffnet wurde die „Liberty Road“ am 12. Oktober 1947.

„Comité Luxembourgeois de la Voiede la Liberté“ 1983 gegründet

Das „Comité Luxembourgeois de la Voie de la Liberté“ wurde im Jahr 1983 von den „Anciens sous-officiers de réserve et militaires luxembourgeois“ (ASORL), dem „Syndicat des Intérêts Locaux de Luxembourg-Gare“ und dem „Cercle d’Etude sur la Bataille des Ardennes“ (CEBA) aus der Taufe gehoben. Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 70. Jahrestag der Befreiung des Großherzogtums durch die amerikanischen Truppen organisiert das Komitee am Sonntag, dem 21. Dezember den „Convoi du Souvenir“ auf dem luxemburgischen Teil der „Voie de la Liberté“. Ab der französisch-luxemburgischen Grenze in Frisingen wird der „Convoi du Souvenir“ durch Frisingen (9.55), Weiler-la-Tour und Hesperingen bis zur „Borne de la Liberté“ am Place de Metz in der Hauptstadt laufen, wo um 11.30 die offizielle Erinnerungsfeier stattfinden wird.

Am Nachmittag geht der „Convoi du Souvenir“ dann von Strassen über Bartringen, Mamer und Koerich nach Steinfort, wo der „Convoi“ um 16.00 ankommen wird und im Anschluss an die Schlusszeremonie um 16.20 aufgelöst werden wird. An allen „Bornes de la Liberté“ von Frisingen bis nach Steinfort werden, wie die Mitglieder der „Comité Luxembourgeois de la Voie de Liberté“ - Präsident Goerges Arendt, Vizepräsident Gilbert Kayser und Sekretär Marc Klein -, gestern auf einer Pressekonferenz mitteilten, kurze Gedenkfeiern abgehalten werden.

An den „Convoi du Souvenir“ werden 70 bis 80 Personen teilnehmen. Darüber hin-aus werden 20 bis 30 Militärfahrzeuge aus dem Zweiten Weltkrieg, unter anderem ein Sherman-Panzer, erwartet.