PASCAL STEINWACHS

Weil Martine Hansen das riesige CSV-Fraktionschefbüro von Claude Wiseler übernahm, musste dieser in ein kleineres Büro umziehen, was das „Tageblatt“ mit einer Mischung aus Grusel und Entsetzen zur Kenntnis nahm. Wiselers Büro befinde sich nämlich in einer Straße, die man nicht wahrnehme, wenn man sie nicht wahrnehmen möchte, und die man nicht betrete, wenn man sie nicht betreten möchte, „und die eigentlich mehr Gosse denn Straße“ sei. Für ein „Auto sei sie zu eng, für ein Fahrrad zu steil“, und sie trage „den konspirativen Namen rue de la Loge“. Da tut es nicht wundern, dass ein in so einer Gosse hausender Politiker beim Besuch des „Tageblatt“-Reporters „eine Kerze“ anzündet und einen Kaffee anbietet, den er - wie tief kann man eigentlich fallen! - „selbst zubereitet“ hat.

Selbiger Reporter startete übrigens gestern - wahrscheinlich, um sich vom Elend in Wiselers Büro abzulenken - auf Twitter eine Umfrage zum Dreitagebart unseres Staatspremiers, bei der man entweder „I like! #hipsterxav“ oder „No deal!“ ankreuzen kann.

Und Jean Asselborn, der soll morgen Abend ab 21.45 bei Madame Will erklären, wer denn nun noch das Brexit-Chaos verhindern kann. Sahra Wagenknecht ist auch da...