LUXEMBURG
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Wetterbedingungen im Frühjahr suboptimal für die Landwirtschaft

Das Frühjahr 2020 war nicht gerade optimal für die Landwirtschaft. Laut der Bilanz des staatlichen Wetterdienstes AgriMeteo der technischen Landwirtschaftsverwaltung lagen die Durchschnittstemperaturen in der Zeit zwischen dem 1. März und dem 31. Mai 1,1 Grad Celsius über der Referenzperiode 1981-2010. Im April und Mai blieb die Niederschlagsmenge in allen Gegenden des Landes deutlich hinter den Mittelwerten der Langzeitmessungen zurück. Die Lage hat natürlich erhebliche Auswirkungen auf die Landwirtschaft, besonders die Dürre in der wichtigen Wachstumsphase hat den Kulturen zugesetzt.

In ganz Mitteleuropa würden sich die landwirtschaftlichen Kulturen in einem ähnlichen Zustand befinden. Die EU-Kommission gehe jetzt schon von Ertragsminderungen in der Landwirtschaft in diesem Teil Europas aus.

Die geringen Regenfälle im März und Ende April würden in dieser Phase bei weitem nicht aus, um den Rückstand aufzuholen. „Vor allem für den Winterweizenanbau, die Sommerkulturen (insbesondere für den Mais), aber auch für das Grasland, wird die Entwicklung der Wetterbedingungen in den kommenden Wochen entscheidend sein“, heißt es weiter. Der Obstanbau hatte indes nach Ostern mit Frostschäden zu kämpfen.

In der Mitte der Blütezeit sackten die Temperaturen mehrmals auf unter -3,5 Grad Celsius ab. So wurden in den Obstanbaugebieten ein Teil der Blüten der Obstbäume durch diese Fröste beschädigt. Allerdings sei es noch zu früh, um die gesamten Auswirkungen dieser Spätfröste auf die Obstproduktion abzuschätzen, schreibt AgriMeteo.