HEFFINGEN
INGO ZWANK

Neuer Teilabschnitt des Radweges PC5 bei Heffingen freigegeben

Mit einer Vielzahl an Radwegen bietet Luxemburg ein bereits recht flächendeckendes Netz von Fahrradwegen. 613 Radfahrer-freundliche Kilometer gibt es, die Gesamtlänge der Radwanderwege soll auf über 1.100 Kilometer erweitert werden. Die meisten Radtouren verlaufen über stillgelegte Bahntrassen, fernab der vielbefahrenen Straßen.

Haushalt für Radwegenetz vervierfacht

Die Radwanderwege sind geteert und eignen sich somit hervorragend für E-Bikes oder auch Kinderfahrräder, wie es von offizieller Seite heißt. Um diese Gesamtlänge zu erreichen, sind in den kommenden Haushalten des Staats zwei bis acht Millionen Euro vorgesehen, wie aus einer Anfrage von Josée Lorsché (déi gréng) an Nachhaltigkeitsminister Bausch (déi gréng) hervorging, „ja wir haben den Haushalt vervierfacht“, sagte Bausch gestern bei der Eröffnung des neuen Teilabschnitts des Radweges PC5 zwischen „Soup - Koedange“. Damit komme man dem Ziel wieder etwas näher, „das Fahrrad als Alltagsfortbewegungsmittel fester zu etablieren.“ Früher war es ein reines Freizeitfahrzeug, doch heute soll es auch in die Arbeitswelt mit eingebunden werden, „wie wir es im Regierungsprogramm auch festgehalten haben“, sagte Bausch mit Blick auf das zu realisierende Radwegenetz, dass zu jeder Zeit, bei jedem Wetter gut befahrbar sein soll.

So wurde betont, dass die unterschiedlichen Ministerien und Abteilungen super zusammengearbeitet haben - „auch wenn es etwas länger gedauert hatte als geplant“, sagte Bausch. Wurde doch neben der eigentlichen Radstrecke von 4,7 Kilometer auch eine Renaturierung der „Ernz blanche“ in die Wege geleitet. „Es ist die schönste Renaturierung, die wir bisher gemacht haben“, sagte Umweltministerin Dieschbourg am Rande der Eröffnung. Während der Radtour fährt man durch einen Auenwald und an Feuchtgebieten vorbei und „man kann sehen, was hier alles krabbelt und lebt“, sagte Dieschbourg.

4,3 Millionen Euro

Insgesamt schlägt dieses Teilstück mit 4,3 Millionen Euro zu Buche, 75 Prozent der Kosten des Radweges übernimmt der Staat sowie 50 Prozent der Renaturierungsarbeiten. Die Anteile der Gemeinden werden zwischen Larochette (59,15 Prozent), Fischbach (30,81 Prozent) und Heffingen (10,04 Prozent) aufgeteilt.