LUXEMBURG
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CFL beförderte 2015 22,5 Millionen Passagiere

Im vergangenen Jahr gab es im nationalen Schienenverkehr mehr Verspätungen als 2014. Dies bestätigt der zuständige Minister François Bausch in seiner Antwort auf eine parlamentarische Kollektiv-Anfrage der CSV-Abgeordneten Martine Hansen, Ali Kaes, Marco Schank und Emile Eicher.

So sei die Pünktlichkeitsrate der CFL von 92,6 auf 90,6 Prozent gesunken. Als Ursache nennt der Minister die Überlastung des nationalen Netzes sowie notwendige Baumaßnahmen, die bezüglich der Modernisierung durchgeführt wurden und werden. Allerdings stieg nach ministerieller Antwort die Nutzerzahl innerhalb der letzten zehn Jahre um 60 Prozent. So wurden 2015 rund 22,5 Millionen Personen befördert.

Doch nicht nur Baustellen am nationalen Netz seien ein Grund für Verspätungen. Wie der Minister betont, müsse man teilweise im Großherzogtum mit importierten Verspätungen aus dem Ausland leben. Man habe zudem in Luxemburg das Problem, dass Güter- und Personenzüge gleichberechtigt auf den Schienen unterwegs seien, was zu Engpässen führen kann.

Die Linien, die am meisten mit Verspätungen zu kämpfen hatten, waren die Linie 80 (Thionville-Longwy-Bettemburg) und die Linie 90 zwischen Thionville und Luxemburg. Auf der Linie 80 lag die Pünktlichkeitsrate bei ermittelten 81,72 Prozent, auf der Linie 90 waren es immerhin 86,71 Prozent. Mit 95,32 Prozent sticht nach ministerieller Information die Linie 10 hervor.

Allerdings gebe es bei dieser Kalkulationsmethode auch kleine Haken, nämlich in der Form, dass sich ermittelte Verspätungen in Spitzenzeiten überdurchschnittlich auf die ermittelten Jahreswerte auswirken würden. Der Prozentsatz der ausgefallenen Züge liege nach Bauschs Angaben im Jahr 2015 bei 1,16, dies sei auf erhebliche Verspätungen oder auch Zwischenfälle zurückzuführen.