SIMONE MOLITOR

LuxFilmFest: Kein Hauptpreis, dafür aber Auszeichnungen in anderen Kategorien

Obwohl das LuxFilmFest ein abruptes Ende gefunden hat und deshalb die wichtigste Auszeichnung „Grand Prix“ genau wie der Publikumspreis und der „Prix de la critique“ nicht vergeben werden konnten, ließ es sich die Jury nicht nehmen, in anderen Kategorien Filme auszuzeichnen. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis für den besten Dokumentarfilm dieser zehnten Festivalauflage geht an die luxemburgische Koproduktion „Collective“ (Samsa Film) von Alexander Nanau. „Pour un film puissant qui offre transparence et liberté d’expression au centre d’un procès cinématographique d’une efficacité rare [...]“, heißt es in der Jury-Begründung. „Babyteeth“ von Shannon Murphy erhält den mit 2.000 Euro dotierten „Prix du jury jeune“. „Roads“ von Sebastian Schipper wird mit dem „Prix du jury scolaire“ belohnt und „Romys Salon (Kapsalon Romy)“ von Mischa Kamp mit dem „Prix du jury enfants“. Der „Coup de coeur des enfants“ geht ebenfalls an diesen Film.

18.000 Besucher

Die Besucherzahlen stimmen unter den gegebenen Umständen auch: 18.000 Teilnehmer konnten bei dieser Auflage empfangen werden, davon wurden 12.250 Zuschauer in den Kinosälen gezählt. Nicht mit eingerechnet sind bislang die Besucher des „VR Pavillon“, der in den ersten Tagen einen großen Erfolg kannte, bevor es dann aber ab dem vierten Tag, als das Coronavirus immer mehr die Nachrichten bestimmte, zu einem deutlichen Publikumsrückgang kam. Ein „Prix VR - Meilleure expérience immersive“ konnte aber trotzdem vergeben werden. Hier fiel die Wahl der Jury auf „Battlescar“ von Nico Casavecchia und Martin Allais. Eine „Mention spéciale“ gab es derweil für die luxemburgische Koproduktion „Cosmos within us“ von Tupac Martir. „Pour son ambition visant à concilier performance et technologie afin de délivrer un portrait intime fait d’amour et de chagrin, le tout proposant de nouvelles voies au medium [...]“, urteilte die Jury.

Die Ausstellung „Fictitious Location Spotting for a Non-Existing Movie“ von Véronique Kolber im „Cercle Cité“ haben derweil 2.767 Menschen besichtigt, während das Hauptquartier im „Casino Luxembourg - Forum d’art contemporain“ 1.329 Besucher empfangen konnte.