LUXEMBURG
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24 Fragen an Gusty Graas (DP)

Für unsere diesjährige Sommerserie ließen wir einer Reihe von Politikern einige Fragen per E-Mail zukommen, von denen wenige politisch, und die meisten eher privater Natur sind. Manch einer hat noch am gleichen Tag geantwortet, bei anderen lässt die Antwort immer noch auf sich warten. Heute die Antworten des DP-Abgeordneten Gusty Graas.

Was haben Sie während des Lockdowns gemacht und befürchten Sie angesichts der aktuellen Situation einen zweiten Lockdown?

Das Leben war gemächlicher. Auf der Tagesordnung stand nach einem geregelten Rhythmus Gartenarbeit, Lesen, Schreiben und Sonne tanken. Wegen der beunruhigenden Lage müssen wir zusätzliche Einschränkungen in Kauf nehmen, aber es kommt zu keinem weiteren Lockdown.

Ist Europa, vor allem aber auch die Großregion, in der Corona-Krise gestorben?

Nein. Sicher haben Europa und die Großregion keine gute Figur in der Corona-Krise abgegeben, aber es besteht kein Grund, an der Standhaftigkeit der EU zu zweifeln.

Was war in Ihren Augen das wichtigste politische Dossier in der zurückliegenden Session?

Es dürfte wohl kaum jemanden überraschen: das „État de crise“-Gesetz sowie die verschiedenen Covid-Gesetze!

Welches sind für Sie die  Prioritäten für die Rentrée?

Die Bewältigung der Covid-Krise und die damit verbundenen Hilfeleistungen im wirtschaftlichen und sozialen Bereich. Eine weitaus schlimmere Krise, die Klimaveränderung, dürfen wir auf keinen Fall aus den Augen verlieren.

Wohin fahren Sie, wenn es die Situation denn erlauben sollte,  in den Urlaub, und warum?

Ich fahre nach Österreich, da mein Sohn seinen Wohnort in Salzburg hat. Zudem freue ich mich auf einige Bergtouren!

Haben Sie – und seien Sie hier bitte ehrlich! -  seit der Einführung des gratis öffentlichen Transports schon mehr als einmal Bus, Bahn oder Tram genommen?

Ich bin seit Jahren ein treuer Anhänger des öffentlichen Transports. Da wir in Bettemburg sehr gute Verbindungen nach allen Richtungen haben, fahre ich mehrmals in der Woche mit dem Zug in die Hauptstadt und gehe anschließend zu Fuß in die Abgeordnetenkammer.

Was ist für Sie das vollkommene irdische Glück?

Das wahre Glück erlebt man nur in seltenen Momenten. Ich spreche eher von Zufriedenheit. Gesundheit, ausgewogenes Familien- und Berufsleben sowie ein angenehmes soziales Umfeld sind die Bausteine eines erfüllten Lebensweges.

Welche Fehler entschuldigen Sie am ehesten?

Die unbedacht gemacht werden

Ihr größter Fehler?

Wenn man mehrere Fehler hat, ist es schwierig, eine Hierarchie aufzustellen.

Ihre gegenwärtige Geistesverfassung?

Sehr zufrieden und optimistisch.

Stoff- oder Einwegmaske?

Stoff.

Netflix oder Fernsehen?

Am liebsten Bücher. Netflix nie. Fernsehen schon, spätabends auch als Schlafpille.

Putin oder Trump?

Weder noch.

Südkorea oder Nordkorea?

Südkorea natürlich!

Beatles oder Rolling Stones?

Schwierige Frage. Zwei fantastische Bands. Eher aber Rolling Stones.

Bach oder Stockhausen?

Bach.

Wein oder Bier?

Wein.

Krimi oder Roman?

Wenn schon, dann ein historischer Roman.

Fahrrad oder Auto?

Auto.

Grün oder Blau?

Selbstverständlich blau.

Nacht oder Tag?

Tag.

Süßes oder Saures?

Eher Süßes.

Hund oder Katze?

Hund.

Kennen Sie einen politischen Witz?

Zwei Abgeordnete treffen sich vor dem Cercle. „Was sagtest du gestern in Deiner Rede zur Rentenreform?“ „Nichts.“ „Das ist mir klar, aber wie hast Du das formuliert?“