LUXEMBURG
PATRICK WELTER

Umgestaltung der Schullandschaft in Ettelbrück wird sich über Jahre hinziehen

In Sachen Schulen und Schulneubauten, insbesondere für weiterführende Fachschulen tut sich in den nächsten Jahren einiges in der Nordstad. Dazu zählen ein neu konzipiertes Militär-Lyzeum und der Neubau der Ackerbauschule und eine Fachschule für Heilberufe.

ParlamentarischeAnfrage von André Bauler

Der liberale Nordabgeordnete André Bauler hat sich, aufgrund von Aussagen der Staatssekretärin Francine Closener (LSAP) zur Militärschule in Ettelbrück, direkt an Nachhaltigkeits- und Infrastrukturminister François Bausch (déi gréng) gewandt, um Auskunft über den Stand der Dinge zu erhalten. Die Staatsekretärin hatte angekündigt, dass das Militärlyzeum ab dem Schulbeginn 2015 in das technische Lyzeum Ettelbrück (LTETT) integriert werde.

Renovieren? Wann und wo?

Bauler wollte nun wissen ob die neuen Schulpavillons, die zusätzliche Klassen des LTETT beherbergen sollten, um die heruntergekommenen Container zu ersetzen, wie vorgesehen in Bau gehen. Falls nicht, könne der Minister über entsprechende Planänderungen Auskunft geben? Die zweite Frage befasst sich mit der Ackerbauschule. Ob ihm der Minister Auskunft über die Vorbereitungsarbeiten für die Umnutzung und Renovierung der bisherigen Schulgebäude der Ackerbauschule in Ettelbrück geben könne, die mit der Fertigstellung der neuen Schule in Gilsdorf beginnen sollen. Ob diese Arbeiten bereits angestoßen wurden? Wenn ja, wie sieht das Konzept einer Umnutzung aus und wie viele Klassenräume sind für das LTETT vorgesehen?

Zuerst eine Analyse

Laut Minister Bausch läuft derzeit eine Analyse über die mittelfristige bauliche Neustrukturierung des LTETT, die auch klären soll wie man die ärgsten Mängel kurzfristig beheben kann. Wobei das Dach schon 2008 in Stand gesetzt worden sei. Von den drei Möglichkeiten, Renovierung der vorhandenen Einrichtungen, Renovierung plus Erweiterung um vier Klassenräume, Abriss und Bau eines dreistöckigen Pavillongebäudes, sei die Renovierung der vorhandenen Pavillons die vernünftigste, da nach einem Umzug der Ackerbauschule nach Gilsdorf andere Möglichkeiten der Schülerunterbringung offen stehen. Die endgültige Entscheidung hängt aber auch von den Vorstellungen des Bildungsministeriums ab. Die Ackerbauschule in Ettelbruck umfasst, laut Bausch, das Hauptgebäude mit Klassen- und Internatsräumen und ein Nebengebäude in dem der technische Landwirtschaftsdienst (ASTA) untergebracht ist.

Hinzu kommen ein provisorisches Gebäude mit weiteren Klassenräumen, außerdem Werkstattgebäude und Gewächshäuser.

Kein Umbau vor 2020

Mit der Entscheidung für den Standort Gilsdorf sei die Bauverwaltung damit beauftragt worden auch den Umzug von Internat und ASTA vorzubereiten, gleichzeitig mit den Planungen für Gilsdorf. Bausch geht davon aus, dass mit der Umgestaltung der bisherigen Ackerbauschule 2020 begonnen werden kann.

Schulcampus für alle

In Ettelbruck werde in der rue Salentiny ein ganzer Schul-Campus entstehen, wofür das Bildungsministerium aber noch sein Bauprogramm konkretisieren müsse, so Bausch.

Dazu sollen auch gemeinsame Sporthalle und Schulrestaurant gehören, die nicht nur den Schülern des LTETT, sondern auch den zukünftigen Schülern der alten Ackerbauschule und 450 Schülern aus der neuen Fachoberschule für Heilberufe offen stehen. Der Bau der letztgenannten Schule soll im Herbst 2015 beginnen.

Erhalt der bisherigen Ackerbauschuleals historisches Baudenkmal

Nach dem Bezug der neuen Schulgebäude in Gilsdorf sollen in Ettelbrück die Gewächshäuser und die veralteten Werkstattgebäude der Ackerbauschule abgerissen werden, um Platz für die genannten Campus-Einrichtungen zu machen.

Das Hauptgebäude wird wegen seines architektonischen und historischen Wertes erhalten bleiben und soll umfassend renoviert werden.