PASCAL STEINWACHS

Irgendwie hatten wir es ja schon geahnt: „Wenn ich immer meinen Beratern und Diplomaten zuhören würde, dann würde ich nie irgendetwas sagen“, verriet Außenministermethusalem Jean Asselborn jetzt in einem locker-flockigen Gespräch mit der Erzbistumszeitung sein Erfolgsrezept, wobei das Schlimmste ja sowieso die Politiker seien, die „nichts sagen“ würden. Es störe ihn ja schon dann, „wenn ich bei Themen, für die ich mich weniger engagiere, die Notizen meiner Beamten ablesen muss“. Andere Politikermenschen sollen da anscheinend weitaus weniger pingelig sein...

Über Staatspremier Bettel hat Asselborn aber natürlich auch eine Meinung: „Der heutige Premier ist ein junger Mann“. An seine Anfänge als blutjunger Außenminister erinnert sich der Chefdiplomat hingegen nicht ganz so gerne, hatte man ihm da doch gesagt, „Nicolas Schmit wäre da, weil ich es alleine nicht kann“. Die Prioritäten richtig zu setzen, weiß Asselborn inzwischen ganz gut: „Ich habe fünf Fahrräder. Und ich habe zwei Töchter“. Weitermachen will der beliebteste Politiker Luxemburgs übrigens so lange, wie er Fahrrad fahren könne. „Sobald ich das nicht mehr kann, dann höre ich auf“. Da hilft Etienne Schneider nur noch beten...