LUXEMBURG
CHRISTIAN BLOCK

Aufsichtsrat der Universität: Vierjahresplan, Budget und Personalien

Von seiner ordentlichen Sitzung am vergangenen Samstag und der damit letzten Versammlung für dieses Jahr meldet der Aufsichtsrat der Universität Luxemburg mehrere „wichtige Entscheidungen“. So habe etwa der Hauptteil des Vierjahresplans (2018-2021) in der Sitzung am 9. Dezember, nach einem positiven Votum des Universitätsrates, angenommen werden können. Das Rektorat befindet sich derzeit in Verhandlungen mit der Regierung über den neuen „Contrat d’Etablissement“, der den Finanzierungsrahmen und die Leistungskriterien festlegt. Die Universität soll einen weiteren Zuwachs an staatlicher Finanzierung erhalten.

Der Aufsichtsrat befasste sich ebenfalls mit dem Budget für 2017 und 2018 - ein Thema, das bekanntlich im Frühjahr für einige Diskussionen gesorgt hatte. In der gestern veröffentlichten Pressemitteilung heißt es: „Der Aufsichtsrat hat infolge der vom Rektorat eingeleiteten Reformen wesentlich verbesserte Budgetprozeduren und eine größere finanzielle Transparenz festgestellt.“ Diese Maßnahmen hätten dazu beigetragen, dass für 2017 ein ausgeglichener finanzieller Jahresabschluss vorgesehen ist. Auch das Budget für 2018 sei ausgeglichen. Der „Conseil de gouvernance“ habe den Budgetentwurf, der auch vom Universitätsrat gutgeheißen wurde, verabschiedet.

Aufbau eines Medizinbachelors

Der „Conseil de gouvernance“ hat außerdem beschlossen, das Mandat des Direktors des „Luxembourg Centre for Systems Biomedicine“ (LCSB), das am 31. August 2019 ablaufen würde, bis zum 16. Oktober 2021 zu verlängern. Professor Rudi Balling ist seit 2010 das Gesicht des interdisziplinären Zentrums in Belval. Diese Entscheidung soll es Balling unter anderem erlauben, an der zukünftigen Entwicklung eines Medizinstudiums in Luxemburg mitzuwirken. In diesem Sinne erteilte der Aufsichtsrat ebenfalls der Ausschreibung einer Professur in Biomedizin seine Zustimmung. Die damit verbundene Verpflichtung soll in einer ersten Phase für die Entwicklung eines dreijährigen Bachelorstudiengangs in Medizin verantwortlich sein. Dr. Valérie Schafer wurde indes zur Professorin für Europäische Zeitgeschichte am „Luxembourg Centre of Contemporary and Digital History“ ernannt. Professor Rolf Tarrach - von 2005 bis 2014 Rektor der Universität - wurde indes der Titel eines „Recteur émérite“ verliehen. Tarrach habe „entscheidend dazu beigetragen, die Universität erfolgreich und international sichtbar zu machen“. Der neue Rektor, Prof. Stéphane Pallage, der der Sitzung als Gast beiwohnte, wird sein Amt am 1. Januar 2018 antreten.