LUXEMBURG
JACQUELINE KIMMER

Sensibilisierungskampagne für ältere Menschen „Léif Boma, léiwe Bopa, Loosst Iech net beducksen!“

Die Sensibilisierungskampagne für ältere Menschen „Léif Boma, léiwe Bopa, Loosst Iech net beducksen!“ wurde gestern Vormittag im Familien- und Integrationsministerium vorgestellt von Ministerin Corinne Cahen, Pascal Peters, Zentraldirektor der Verwaltungspolizei, und Tim Pauly vom nationalen Kriminalpräventionsdienst der Polizei. Die Kampagne, die vom nationalen Kriminalpräventionsdienst der Polizei in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Familie, Integration und die Großregion entwickelt wurde, zielt darauf ab, ältere Menschen - oft Opfer von Kriminellen - für die Risiken von Betrügereien zu sensibilisieren, die in den letzten Jahren zugenommen haben.

Wie die Polizei-Vertreter mitteilten, wurden in rezenter Vergangenheit bis zu 400 dieser Betrugsfälle gemeldet. Dies dürfte allerdings eine Dunkelziffer sein, geht die Polizei doch davon aus, dass Senioren weit öfter Opfer von Betrugsfällen sind. Und so wurde die Idee geboren, Alt und Jung für diese Problematik mittels einer Informationskampagne zu sensibilisieren. Ein Plakat sowie ein Flyer in verschiedenen Sprachen mit präventiven Ratschlägen zur Schutz vor Betrügereien wie beispielsweise Trickdiebstähle, falsche Enkelkinder und falsche Polizisten, sowie Gewinnspielversprechen und Internetbetrug, wurden ausgearbeitet und liegen nun vor.

Klare und direkte Warnung

Wie bei der offiziellen Vorstellung der Kampagne hervorgehoben wurde, wurde, um die Aufmerksamkeit der Zielgruppe auf das Plakat und die Flyer zu lenken, für das Foto bewusst ein Kind gewählt, das seine Großeltern durch klare und direkte Ankündigungen warnt: „Léif Boma, léiwe Popa, och Är Enkelin réit Iech: Opgepasst op Trickdéif oder falsch Polizisten! Loosst keng friem Leit an Är Wunneng eran!“

In die Kampagne eingebunden sind unter anderem die Gemeinden, die Altenheime und -dienste, die Allgemeinmediziner, die Krankenhäuser, die Polizeistationen sowie die Messen und Veranstaltungen für ältere Menschen. Darüber hinaus werden die Sicherheitsberater für ältere Menschen, die „SenioreSécherheetsberoder“, die vom nationalen Kriminalpräventionsdienst der Polizei mit Unterstützung des Familienministeriums eigens geschult wurden, die verschiedenen Präventionstipps auf ihren Konferenzen in Seniorenclubs, bei Verbänden oder in anderen Einrichtungen für ältere Menschen übermitteln.

Wie Familienministerin Corinne Cahen unterstrich, sollen mit dieser Kampagne „Senioren für ihre eigene Sicherheit sensibilisiert werden“. Das Familienministerium unterstütze diese Kampagne, da sie „das Sicherheitsgefühl der Senioren, die oft aufgrund ihrer Gutheit übers Ohr gehauen werden, stärkt“. Für Cahen stellt die „Sicherheit der Senioren einen der Schwerpunkte der aktuellen Familienpolitik dar“.