LUXEMBURG
SIMONE MOLITOR

13 Rahmenabkommen für Sensibilisierungsaktionen unterzeichnet

Das Jahr 2015 wurde bekanntlich zum „Europäischen Jahr der Entwicklung“ ausgerufen und vom EU-Parlament unter das Motto „Unsere Welt, unsere Würde, unsere Zukunft“ gestellt. Eines der Ziele ist es, die Bürger unmittelbar in die Entwicklungsarbeit einzubeziehen und ihr Bewusstsein für deren Nutzen zu schärfen. Im Rahmen einer Pressekonferenz wurde die Wichtigkeit der Arbeit von Nichtregierungsorganisationen (ONG) in diesem Kontext einmal mehr von Kooperationsminister Romain Schneider unterstrichen.

Staat beteiligt sich mit zwei Millionen Euro

Mit mehr als zwei Millionen Euro beteiligt sich der Staat an diversen Sensibilisierungsprojekten im Entwicklungbereich. Um gezielte Aktionen durchführen zu können, wurden gestern 13 neue Rahmenabkommen für den Zeitrahmen 2015-2017 mit Nichtregierungsorganisationen unterzeichnet.

Das Aktionsprogramm der ONG „Aide é l’Enfance de l’Inde“ zielt darauf ab, die Bevölkerung Luxemburgs über die sozialen und wirtschaftlichen Realitäten in Indien und Nepal aufzuklären. Die ONG wird mit 191.148 Euro unterstützt. „Action Solidarité Tiers Mondes“ (ASTM) erhält 810.000 Euro, um über Initiativen zu informieren, die eine Verbesserung der Nord-Süd-Beziehungen herbeiführen könnten. Die „Fondation Caritas Luxembourg“ wird mit 606.183 Euro bezuschusst. Die Stiftung will bezüglich sozialer Gerechtigkeit und Respekt der planetarischen Grenzen sensibilisieren. Die „Croix-Rouge“ stellt den Respekt der Menschenrechte in den Mittelpunkt ihrer Aufklärungskampagne und bekommt dafür 150.480 Euro. „Christian Solidarity Lëtzebuerg“ kann mit 202.913 Euro rechnen und fokussiert sich auf die Wichtigkeit des Zugangs zu Bildung. „ECPAT“ erhält 240.793 Euro und hat sein Rahmenabkommen unter das Motto „Agir au Luxembourg pour protéger les enfants des pays en développement“ gestellt.

Die Organisation „Fairtrade Lëtzebuerg“ erhält eine finanzielle Beteiligung von 975.000 Euro, um ihr Engagement im Bereich des fairen Handels auszubauen und diesbezüglich zu sensibilisiern. Die ONG „Frères des Hommes“ wird sich mit ihren 194.400 Euro auf die Herausforderungen der ländlichen Entwicklung konzentrieren. Die „Fondation Raoul Follereau“ kämpft gegen alle Formen der sozialen Ausgrenzung und erhält 164.808 Euro. „Handicap International Luxembourg“ bekommt 527.584 Euro, um bezüglich der Gewalt gegen Zivilbevölkerungen aufzuklären. „OTM Haïti“will die Jugend hinsichtlich sozialer Ungerechtigkeit sensibilisieren und bekommt 110.008 Euro. Das Rahmenabkommen von „SOS Faim“ (420.284 Euro) ist mit „Changeons de menu!“ überschrieben. „SOS Villages d’Enfants Monde“ erhalten 208.280 Euro und stellen die Kinderrechte in den Fokus ihrer Sensibilisierungsarbeit.