LUXEMBURG
PATRICK WELTER

Derzeit gibt es noch keinen Nachweis für den Ausbruch der Vogelgrippe in Luxemburg

In einigen Ländern Europas und bereits in elf deutschen Bundesländern ist die Vogelgrippe ausgebrochen. Dabei handelt es sich um einen verallgemeinernden Begriff. Die derzeitige Variante der Vogelgrippe wird durch einen als H5N8 bezeichneten Virus verursacht.

Die Vogelgrippewelle vor einigen Jahren war noch durch den Virus H5N1 verursacht worden, diese Virus-Variante war - als einzige - potenziell auch für Menschen gefährlich.

Gusty Graas will’s wissen

Der liberale Südabgeordnete Gusty Graas hatte sich nach dem Auftreten der aktuellen Vogelgrippe in Österreich, Ungarn, den Niederlanden und Deutschland schon am 10. November mit einer parlamentarischen Anfrage an Landwirtschafts- und Verbraucherschutzminister Fernand Etgen (DP) gewandt. Zunächst wollte er wissen, ob die Vogelgrippe H5N8 schon in Luxemburg aufgetreten ist und wie gegebenenfalls die Vorbeugungsmaßnahmen des Landwirtschaftsministeriums aussehen.

Noch kein dokumentierter Fall

Zunächst einmal konnte Landwirtschafts- und Verbraucherschutzminister Etgen in seiner gestrigen Antwort Entwarnung geben. Trotz der zahlreichen an toten Vögeln durch Veterinärmediziner vorgenommenen Untersuchungen konnte in Luxemburg noch kein Fall der aktuellen Vogelgrippevariante H5N8 nachgewiesen werden.

Stallpflicht

Auch der Minister weist auf die hohe Ansteckungsrate dieses Virus hin. Deswegen habe das Ministerium eine Stallpflicht verordnet. Diese gilt für professionelle Geflügelzüchter und -halter. Die Einhaltung der Stallpflicht wird auch privaten Geflügelzüchtern empfohlen.

Hygiene hilft weiter

Darüber hinaus hat der Minister auf dem Wege eines Rundschreibens empfohlen auf eine verstärkte Biosicherheit zu achten, um das Einschleppen des Virus in die Bestände zu verhindern. Jedwede klinische Veränderung bei den Tieren oder eine gestiegene Sterblichkeitsrate sei meldepflichtig.

Im schlimmsten Fall: Massentötung

Im Falle eines Befalls schreibt das Gesetz die Sperrung des Hofs, die Ausweisung einer Sperrzone und die Tötung aller Vögel des Betriebs vor.