LUXEMBURG
KIM GREIS

Mit starken Ähnlichkeiten zum Vorgänger: „Dragon Ball Xenoverse 2“

Nach etwa anderthalb Jahren ist nun die Fortsetzung von „Dragon Ball Xenoverse“ erschienen. Die von Dimps entwickelte und von Bandai Namco Entertainment veröffentlichte Mischung aus Onlinerollenspiel und „Beat’em up“ spielt im Universum von „Dragon Ball“. Dabei orientiert sich das Spiel an der Handlung aus dem bekannten Manga und Anime von Akira Toriyama. Dabei wird auch die Handlung vom neuen Ableger, „Dragon Ball Super“, angeschnitten.

Der Protagonist ist Mitglied der sogenannten „Time Patrol“ und muss in verschiedenen Schlüsselmomenten in die Geschichte eingreifen, um deren ursprünglichen Verlauf wiederherzustellen, da böse Mächte versuchen, die Vergangenheit zu verändern. Wer die Story des Mangas nicht kennt, hat Schwierigkeiten, diese Schlüsselmomente richtig einzuordnen. Die Handlung ist dem ersten Ableger sehr ähnlich, jedoch gibt es neue Elemente, wie zum Beispiel neue Bösewichte, die nicht aus dem Manga entstammen, sondern aus den Filmen.

Verbessertes Gameplay

Das Spielprinzip ist dem des Vorgängers identisch. Der Protagonist kämpft entweder alleine oder mit anderen Spielern gegen mehrere Gegner. Dabei werden die Attacken durch verschiedene Tastenkombinationen ausgelöst. Ähnlich wie in Rollenspielen kann man durch das Erledigen von Quests Erfahrungspunkte sammeln und im Level aufsteigen, wodurch man stärker wird und neue Attacken erlernt. Durch Training bei Mentoren, in der Regel bekannte Charaktere aus dem Manga, kann man ihre Spezialangriffe erlernen.

Zu Beginn des Spiels kann man einen Charakter erstellen. Wie bei Rollenspielen üblich, kann man aus fünf verschiedenen Rassen wählen und den Charakter bis auf die Statur fast beliebig verändern. Die Rassen sind besser ausbalanciert, als dies beim Vorgänger der Fall war. Neu ist zudem die Stadt, in der man sich aufhält, wenn man nicht auf Mission ist. Eine solche gab es auch bereits beim Vorgänger, jedoch fiel diese um einiges kleiner aus. Dies bietet mehr Raum für neue Spielinhalte, wie zum Beispiel eine Schule, in der dem Spieler verschiedene hilfreiche Tastenkombinationen beigebracht werden. Die Stadt dient zudem als Lobby, in der sich Hunderte Spieler herumtummeln, wenn man online spielt. Die Grafik wurde auch optimiert. Besonders hervorstechend ist der Kontrast zwischen verschiedenen Farben, der die Umgebung und die Figuren lebendiger darstellt.

Fans freuen sich

Objektiv betrachtet ist das Spiel in Ordnung, jedoch fehlt es an Tiefe. Die Nebenquests sind oft sehr ähnlich, sodass das Spiel teilweise sehr monoton wirkt. Für Fans der Serie ist „Dragon Ball Xenoverse 2“ jedoch absolut empfehlenswert, da sie nicht nur in den Genuss kommen, die Story zu durchleben, sondern auch daran mitzuwirken. Der Spielspaß wird weiterhin durch lange Ladezeiten getrübt. Im Fachhandel ist der Titel für PlayStation 4, Xbox One sowie Microsoft Windows für rund 60 Euro erhältlich.