LUXEMBURG
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Nach Jahren der Abwesenheit zeigt Luxemburg wieder Präsenz auf der Frankfurter Buchmesse

Zuletzt war Luxemburg vor rund fünf Jahren mit einem Stand auf der Frankfurter Buchmesse vertreten. „Luxemburger Literatur, ja das gibt es“, lautete damals die Überschrift. Und dann? Dann gab es zwar immer noch Luxemburger Literatur, aber eine Präsenz auf der wohl wichtigsten Buchmesse Deutschlands und dem weltgrößten Event der Publishing-Welt war zu einem Ding der Unmöglichkeit geworden. Das Thema sorgte zwischendurch immer mal wieder für Diskussionen, denn immerhin wollte man die heimische Literatur und die nationalen Autoren doch in der übrigen Welt bekannt machen.

Offizieller Partner im Ehrenpavillon

Zweifelsohne sorgte das Kulturministerium am Dienstag mit einem Communiqué für eine Überraschung. Der Titel: „Le Grand-Duché de Luxembourg sera partenaire officiel du pavillon d’honneur ,Francfort en français‘ de la Foire du livre de Francfort 2017.“ Wenn Frankreich also vom 11. bis 15. Oktober Ehrengast der Fachmesse sein wird, darf auch Luxemburg wieder mitmischen, genau wie übrigens das frankophone Belgien und die französischsprachige Schweiz, dies als „offizielle Partner“, um den Multikulturalismus der Länder zu verkörpern, die die französische Sprache als Gemeinsamkeit haben.

Unter dem Motto „Frankfurt auf Französisch“

Der Ehrenpavillon steht unter dem Motto „Frankfurt auf Französisch“ und soll die Gelegenheit bieten, die Sprache Voltaires und die Diversität der französischsprachigen Literatur zu feiern. Frankfurt soll dazu dienen, neue Partnerschaften aufzubauen, wie ebenfalls aus dem Schreiben des Kulturministeriums hervorgeht. Letztlich soll Luxemburg als Literaturland wieder mehr Sichtbarkeit bekommen. In einem Teil des Pavillons werden deshalb die digitalen Ressourcen des „Centre national de littérature“ (CNL) sowie der Nationalbibliothek beworben.

Die beiden Autoren Jean Portante und Lambert Schlechter wurden als Gäste für das literarische Programm der geladenen Schriftsteller ausgewählt. „La littérature luxembourgeoise d’expression française trouvera ainsi une importante plateforme internationale de dialogue et d’échange entre pairs“, heißt es abschließend in der Mitteilung.