LUXEMBURG
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Laut Bericht: Wenig Ansteckungsgefahr in den Schulen - Aber nächstes Schuljahr dürfte „im Zeichen von Corona“ bleiben

Von 424 Covid-19-Infektionen von Schülern, Lehrern und Personal, die ermittelt und von der „Inspection Sanitaire“ detailliert unter die Lupe genommen wurden, waren 182 auf Kontakte in der Familie zurück zu führen und nur 49 Schüler sollen sich durch Kontakte in der Schule selbst angesteckt haben. Außerdem sei die Prävalenz von Covid-19-Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen (0-19 Jahre) – das belegen auch internationale Studien -  sehr gering und es gebe deutlich weniger schwere Krankheitsverläufe. In Luxemburg wurde in der Alterssparte bislang kein Todesfall verzeichnet.
Schule „kein privilegiertes Milieu für Ansteckungen“
Das sind einige Ergebnisse eines am Freitag vorgestellten Berichts über Corona im Schulbetrieb, der eine wichtige Grundlage für die Organisation des nächsten Schuljahres darstellt. Der Bericht bestätigt, dass die Schule „kein privilegiertes Milieu für Ansteckungen zu sein scheint“, wie es Laetitia Huiart von der „Inspection Sanitaire“ ausdrückte. Infektions-Cluster habe man kaum ausmachen können. „Cluster von drei Personen beunruhigen uns nicht“, so Huiart, für die das Infektionsrisiko durch eine Reihe von Schutzmaßnahmen habe eingedämmt werden können. Allerdings sei weitere Vorsicht geboten.

„Stufenmodell“

„Wir müssen uns darauf einstellen, dass dieses Schuljahr vielleicht ganz im Zeichen des Virus stehen wird”, sagte Bildungsminister Claude Meisch (DP) bei der Pressekonferenz. Er will den Bericht in den kommenden Wochen mit den Schulpartnern und den Gesundheitsinstanzen diskutieren und eine Linie für die Organisation des Schuljahrs festlegen sowie klare Schutzregeln. Meisch sprach von einem „Stufenmodell“, das an jeweilige Risikolagen angepasst werden könne. Anfang September will er dazu Genaueres ankündigen. Er ließ allerdings bereits durchblicken, dass Schüler und Lehrer vor Schulstart die Möglichkeit erhalten sollen, sich testen zu lassen. Und dass es etwa präzisere Regeln für die Durchlüftung der Schulräume geben wird und auch die „technischen Voraussetzungen dafür“ geschaffen werden sollen.

Einiges aufzuholen

Während die Sicherheit aller Beteiligten natürlich gross geschrieben werden müsse, müsse man gleichzeitig zu einer „größtmöglichen Normalität“ im Schulbetrieb finden,  so der Bildungsminister. Das Rückgrat davon ist die Durchführung eines hochwertigen Schulprogramms unter den besten Bedingungen. Nicht jeder Schüler sei gut durch Homeschooling und „Rentrée“ unter außerordentlichen Bedingungen gekommen sagte Meisch, bei manchen gebe es einiges aufzuholen.
Mehr und der Bericht: www.gouvernement.lu/fr/actualites/toutes_actualites/communiques/2020/08-aout/14-covid19-ecoles.html