LUXEMBURG
INGO ZWANK

„Go|Urban 2017“: Pfadfinder-Stadt mit 4.000 Einwohnern auf Kirchberg vorgestellt

Es ist eine Stadt in der Stadt mit 4.000 Einwohnern aus den unterschiedlichsten Kulturen: Vom 18. bis zum 28. Juli stellen sich die „Lëtzebuerger Guiden- a Scouten“ einer großen Herausforderung und organisieren ein internationales Lager für Kinder und Jugendliche zwischen sechs und 23 Jahren: „Go|Urban 2017“. Aktuell ist die Stadt im Begriff zu wachsen.

Verschiedene Aktivitätsbereiche

Auf dem Kirchberg in ihrer kleinen eigenen Stadt gibt es dann ab Dienstag neben den Wohn- und Programmbereichen auch ein richtiges Stadtzentrum. Hier leben die Pfadfinderinnen und Pfadfinder zusammen. Das Programm in den nächsten Tagen beinhaltet neben dem gemeinsamen Leben, dem Arbeiten natürlich auch den gemeinsamen Spaß in der Stadt.

Es ist eine Stadt, in der die Pfadfinder aus den verschiedenen Altersstufen das Lager zusammen erleben und gestalten. „Wie in einer echten Stadt werden wir arbeiten, lernen und unsere Freizeit zusammen verbringen“, wie es von den Verantwortlichen heißt.

Eine eigene Farm

Jeder kann in verschiedenen Bereichen an Aktivitäten teilnehmen, die ihm Spaß machen und bei denen er etwas lernen kann. Auch bei der internen Organisation des Lagers, bei der Verpflegung, der Lagerzeitung, der Logistik, kann jeder sich mit einbringen. „Bei Go|Urban hat jeder Teilnehmer die Möglichkeit sich frei in den einzelnen Programmbereichen zu bewegen und sein Programm so selbst zu gestalten.“ In diesem Konzept wurde gestern Nachmittag bereits das Projekt „Go|Urban Farm“ in Anwesenheit der Staatssekretäre Francine Closener und Camille Gira vorgestellt. Ziel der Farm ist es unter anderem, den Teilnehmern ein Verhältnis zur Arbeit mit den Tieren zu vermitteln. Dazu werden auch Pfadfinder bei der Versorgung der Tiere durch die Bauern mithelfen.

Auch steht unter anderem Brotbacken auf dem Arbeitsplan rund um die „Go|Urban Farm“. Am „Tag der offenen Pfadfinder-Stadt“ wird übrigens deftig gerillt. Vier Hauptakzente setzen die Pfadfinder rund um ihr Programm. Da wäre die Nachhaltigkeit. Sie möchten, dass die Aktivitäten nachhaltig sind. Das heißt, dass das, was im Lager bei Workshops produziert und hergestellt wird, eine Wiederverwendung findet. Das Programm soll zudem nach den Prinzipien der Bildung für nachhaltige Entwicklung organisiert werden.

Als Teilnehmer bringen die Pfadfinder ihre Ideen und Fähigkeiten aktiv ins Programm mit ein und können auch selbst Workshops/Spiele in den verschiedensten Bereichen anbieten. Jeder kann in den einzelnen Bereichen den Tagesablauf selbst (mit-) bestimmen und sich so entsprechend der eigenen Interessen ein Programm zusammenstellen.

Aktive Teilnahme

Um die optimale Qualität der Workshops zu gewährleisten, wird auch mit externen Experten (auch Nicht-Pfadfindern) zusammen gearbeitet. Die Aktivitäten sollen aber auch nach außen getragen werden, indem man in Luxemburg-Stadt wie in Parks, in der Fußgängerzone, im Zentrum, und im ganzen Land aktiv ist. Verschiedene Aktivitäten des Lagers werden zudem für Personen von außerhalb geöffnet werden. Alle Aktivitäten müssen in das pädagogische Konzept der LGS (Luxemburger Guiden und Scouten) passen, wie bei der Campvorstellung betont wurde.

Für die Jugendlichen ist so klar erkennbar, in welchem der Entwicklungsbereiche er sich gerade weiterbildet. Um eine ganzheitliche Entwicklung durchzumachen, sollen die Pfadfinder im Rahmen des Camps alle fünf Bereiche abdecken (Go|Creative, Go|Mind & Spirit, Go|Nature, Go|Social).

Am 23. Juli besteht von 12.00 bis 18.00 die Möglichkeit, sich die Pfadfinderstadt anzusehen - es gibt auch einen Bustransfer von den P&R-Plätzen und dem Bahnhof aus; Infos und Impressionen gibt es auch unter www.facebook.com/GoUrban2017