REDINGEN-ATTERT/LUXEMBURG
LJ

Charta für den Lenkungsausschuss Natura 2000 „Atert- & Warkdall“ unterzeichnet

Auf der Seite emwelt.lu werden unter dem Begriff Natura 2000 schon jetzt 48 Habitate und 18 Vogelschutzzonen aufgelistet. Doch das Netz der europäischen Schutzgebiete wächst weiter und gleichzeitig wird auch die Zusammenarbeit unter den Teilgebieten intensiviert.

Gestern unterzeichnete Umweltministerin Carole Dieschbourg (déi gréng) eine Charta für die Gründung eines Lenkungsausschusses (Comitée de pilotage; COPIL) Natura 2000 „Atert- & Warkdall“. Der Ausschuss hat sich dem Leitmotiv „Zesumme fir méi Liewensqualitéit an eiser Regioun“ verschrieben.

Unter der Führung des COPIL werden in Zukunft neun Natura 2000 Gebiete koordiniert. Sie zeichnen sich alle durch eine hohe Biodiversität, zahlreiche seltene Pflanzen und etliche natürliche Wasserläufe aus, nicht zu vergessen eine große Zahl historischer Spuren. Gleichzeitig entwickeln sich die Umgebungsbedingungen sehr unterschiedlich. Sei es durch Land- und Forstwirtschaft oder die wachsende touristische Infrastruktur. Nach Auffassung des Umweltministeriums ist es daher nur konsequent, alle Akteure rund um Natura 2000 mit ins Boot zu holen.

Mit dem Lenkungsausschuss „Atert- & Warkdall“ wurde gestern der dritte seiner Art ins Leben gerufen, nach den „Anciens sites miniers“ und dem „Eislek“, deren Gründungsurkunden schon 2018 unterzeichnet wurden.

Unter dem Vorsitz von Gérard Anzia, Präsident des „Maison de l’eau de l’Attert asbl“, setzt sich das COPIL „Atert- & Warkdall“ aus Vertretern des Ministeriums , verschiedener Verwaltungen, der 17 betroffenen Gemeinden, des Umweltsyndikates SICONA-Zentrum, der Landwirtschaftskammer, der Viehzüchter von „Convis“, den privaten Waldbesitzern, dem ökologischen Forschungszentrum IBLA und den Regionalvertretungen des Mouvement écologiques und von „Natur&ëmwelt“ zusammen. Nicht zu vergessen, die Vertretung des Regionalen Tourismusamtes (ORT).

Der geschäftsführende Vorstand besteht aus dem COPIL-Vorsitzenden, zwei Gemeindevertretern und je einem Repräsentanten der Natur- und Forstverwaltung, des Wasserwirtschaftsamtes und der ASTA (technisches Landwirtschaftsamt).