LUXEMBURG
CHRISTIAN BLOCK

Universität Luxemburg startet in diesem Herbst einen „Interdisciplinary Space Master“ - Interessenten gibt es schon

Der „Space“-Sektor wächst international, aber auch in Luxemburg. Damit aus den Start-ups von heute die Unternehmen von morgen werden können, werden Investitionen benötigt - aber auch Manpower. Die Universität Luxemburg startet deshalb in diesem Herbst ein zweijähriges Masterprogramm, das in dieser Form einzigartig ist. Der „Interdisciplinary Space Master“, ausgelegt auf etwa 20 Studierende, will von ingenieurwissenschaftlichen bis betriebswirtschaftlichen Kenntnissen ein breites Wissensspektrum vermitteln. „Zutiefst interdisziplinär“, sagte Uni-Rektor Stéphane Pallage gestern bei der Vorstellung des Programms. Für Vizepremier- und Wirtschaftsminister Etienne Schneider( LSAP) rundet das neue Masterprogramm das bestehende Ausbildungsangebot, in Form des ESERO-Projekts oder des „Master in Space, Communication and Media Law“ in Luxemburg ab. Laut Angaben des Ministers arbeiten heute rund 800 Menschen im Space-Sektor, der zwei Prozent des BIP ausmacht - mehr als in allen anderen EU-Staaten. Unterstützt wird das Masterprogramm vom Wirtschaftsministerium und der „Luxembourg Space Agency“. Dieser Invest belaufe sich, über den Zeitraum von vier Jahren, auf 4,5 Millionen Euro. Für Hochschul- und Forschungsminister Claude Meisch (DP) steht der Masterstudiengang stellvertretend für die beiden Ziele der Universität, einerseits „Exzellenz auf internationaler Ebene anzustreben“ so wie auch „Verantwortung für das Land“ zu übernehmen, indem sie hochqualifizierte Fachkräfte für die Wirtschaft ausbildet.

Wer sich für das Masterprogramm interessiert, sollte einen naturwissenschaftlichen, Informatik- oder ingenieurswissenschaftlichen Hintergrund mitbringen, des Englischen mächtig sein und gute Noten vorzeigen können. Die Einschreibegebühren sind laut den Uni-Verantwortlichen mit 2.000 Euro pro Semester eher günstig. Vize-Rektorin Tonie Van Dam sagte: „Wir sind noch nicht bekannt“. Wenn sich das Programm etabliert hat, könnten die Gebühren demnach erhöht werden. Interessenten gebe es bereits.