LUXEMBURG
CORDELIA CHATON

Portugiesische „Caixa Geral de Depósitos“ verhandelt Sozialplan

Die portugiesische Staatsbank „Caixa Geral de Depósitos“ (CGD) will zwei Filialen in Luxemburg schließen. Davon betroffen sind 23 Mitarbeiter. Seit zehn Tagen laufen die Verhandlungen über einen Sozialplan, aber bislang ohne Erfolg.

Die Gewerkschaften Aleba, LCGB-SESF und OGBL-SBA zeigten sich am Donnerstag in einer gemeinsamen Presseerklärung sehr ungehalten über die Vorschläge des Arbeitgebers. Die Staatsbank sei immerhin seit 21 Jahren in Luxemburg aktiv. Die Gewerkschaften verrissen den Vorschlag der aus Portugal mandatieren Anwälte als respektlos gegenüber den Mitarbeitern, die sich nach Verlust ihres Arbeitsplatzes in einer schwierigen finanziellen Situation befinden würden. Der Vorschlag der Bank für die freiwilligen Leistungen liege weit unter dem in diesen Fällen üblichen Betrag im Bankensektor. Sie entspreche nicht einmal einem Viertel der branchenüblich fixierten Beträge. Der Kollektivvertrag sieht laut den Gewerkschaften eine Kündigungsfrist zwischen vier und zwölf Monaten sowie Entschädigungen zwischen einem und 18 Monatsgehältern vor. Diese Vorgaben muss die Bank einhalten. Hinzu kommen dann noch die freiwilligen Leistungen, um die es nun geht. Da die Verhandlungen mit den Anwälten aus Portugal so schlecht laufen, hoffen die Gewerkschaften auf einen nachgebesserten Vorschlag. Für die Verhandlung des Sozialplans stehen insgesamt 15 Tage zur Verfügung. Wenn es keine Einigung gibt, könnte im August die Schlichtungsprozedur folgen.

Die CGD ist die größte
Bank Portugals mit Sitz in Lissabon. Ihre Aktien befinden sich in Staatsbesitz. In Luxemburg hat die Bank mit Sitz in der Goethestraße Filialen in Esch/Alzette sowie in Luxemburg-Stadt.

Im vergangenen Jahr hatte die Bank einen Restrukturierungsplan bekannt gegeben, dem weltweit 2.200 Stellen bis 2020 zum Opfer fallen sollen. Allerdings hieß es da noch, das solle ohne Kündigungen laufen.