LUXEMBURG
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„Rives de Clausen“ und die Parkplatzsituation: Stadt Luxemburg sagt Unbelehrbaren den Kampf an

Seit Jahren staut es abends vor dem Parkhaus der Rives de Clausen. Damit soll jetzt Schluss sein: „Es ist ein Bereich, der sehr gut funktioniert - doch alle müssen auch miteinander leben können“, so Hauptstadtbürgermeister Xavier Bettel, der gestern im Rahmen einer Konferenz herausstellte, dass die Schlange der wartenden Autos teilweise bis zu 90 Wagen lang sei. Vor allem freitags und samstags gibt es einige Probleme, zum Beispiel den Bereich Cents zu erreichen, „und teilweise sind waghalsige Manöver die Folge“, so Bettel.

Dabei betont Bettel das Vorhandensein des Shuttles, „der gratis ist!“ - und somit „Gold wert ist“, wie René Lindenlaub von der Polizei betont - denn die Polizei wird jetzt aktiv.

Gemeinde appelliert an den gesunden Menschenverstand

Lindenlaub strich hervor, dass aufgrund Untersuchungen das Parkhaus Rives de Clausen wirklich zu 99 Prozent ausgelastet sei. „So wird die Polizei nun in einer ersten Phase ab dem 26. April an den besonders ausgelasteten Tagen präsent sein und präventiv die Leute klar darauf hinweisen, dass hier ein Reglement besteht, das das Zuparken der Straße untersagt, und dass eine Zuwiderhandlung 49 Euro Verwarngeld nach sich ziehen wird.“

Lindenlaub betonte aber auch, dass hier Augemerk auf die Shuttle (Navetten) gelegt wird, ein aggressives Verhalten zur späten Stunde sei hier immer öfter festzustellen. Falls sich die Situation auf der Straße danach immer noch nicht verbessere, werde darüber nachgedacht werden müssen, die Einfahrt des Parkhauses ab 23 Uhr zu schließen. Nur die Ausfahrt bleibe dann noch möglich, doch ein „solcher Schritt“ sei nicht wünschenswert. Bettel hofft, nicht so weit gehen zu müssen, „gar die Straße ganz sperren zu müssen. Dies wäre traurig, eine Maßnahme, die schade wäre. Doch ich habe ein Sicherheitsproblem, ein Lärm- und ein Umweltproblem, wenn hier ein Stau entsteht, und dies kann nicht sein.“

Und so soll und kann man sich über die App „HotCity“ auch stets über freie Parkplätze, „aber auch den nächsten Bus informieren“, so die politisch Verantwortlichen weiter.

Taxen sollen auch nicht mehr wild parken

Und auch das Problem mit den Taxen wurde angesprochen, das Wildparken soll auch hier unterbunden werden, eine Mitteilung wurde nach Bettel an die Unternehmer versandt, Zuwiderhandlungen können im Entzug der Lizenz münden.

Von Seiten der anwesenden Bürgerinitiative wurde präzisiert, dass bereits ab 21.00 im Sommer das Problem aufkommt, und auch die Terrassen würden sich teilweise nicht an die Schließzeiten halten. Und John Elsen sprach in diesem Zusammenhang auch noch das „Rauchverbot“ an, doch hier müssten die Betreiber der Restaurants und Cafés aktiv werden.