LUXEMBURG
INGO ZWANK

4. „AutoOccasiounsfestival 2015“: Der Gebrauchtwagenmarkt ist weiter auf dem Vormarsch

Der Automarkt kommt langsam, aber sicher wieder in Fahrt: 2014 wurden in Europa erstmals seit Jahren wieder mehr Fahrzeuge verkauft. Demnach wurden mit rund 12,5 Millionen Stück 5,7 Prozent mehr abgesetzt als im Vorjahr. Zuletzt hatte es 2007 ein Verkaufsplus gegeben. Den größten Anstieg verzeichnete 2014 Spanien mit 18,4 Prozent. Auch Großbritannien entwickelte sich mit einem Plus von 9,3 Prozent überdurchschnittlich. Schlechter als der Gesamtmarkt schnitten Italien (plus 4,2 Prozent), Deutschland (plus 2,9 Prozent) und Frankreich (plus 0,3 Prozent) ab.

Die Gebrauchten sind topp in Schuss

Und wie sieht es in Luxemburg aus? 49.793 neue Fahrzeuge waren im vergangenen Jahr neu, 2013 waren es noch 46.624 Fahrzeuge. Und der Trend der letzten Jahre setzt sich fort.

Die SUV-Zulassungen zeigen weiter nach oben, das Cabrio stellt immer noch das klassische Zweitfahrzeug dar. Hybrid- und Elektrofahrzeuge haben immer noch nicht den gewünschten Stellenwert erreicht, wobei aber der durchschnittliche C02-Ausstoß auf 131,42 Gramm gedrückt werden konnte. Der Neupreis der Fahrzeuge pendelt um 29.000 Euro.

Was den Gebrauchtwagenmarkt angeht, zeichnet sich hier weiter der Trend nach Wagen bis zu 5.000 Euro ab, der Durchschnittspreis eines in Luxemburg gekauften Gebrauchtwagens liegt bei 11.300 Euro. „Wir stellen fest, dass sich der Gebrauchtwagenmarkt immer mehr zu einem klassischen zweiten Standbein entwickelt“, betonten gestern Ernest Pirsch, Präsident der Fegarlux, und Ed Goedert, Präsident der Adal, bei der Vorstellung des „4. AutoOccasiounsfestivals 2015“, das vom 4. bis 9. Mai stattfinden wird. „Der deutliche Trend kristallisierte sich 2012 heraus, dass die Anzahl der Anmeldungen der Gebrauchten die Anzahl der Neuen übertraf.“ In diesem Jahr wurden nämlich 51.111 Gebrauchtwagen gegenüber 50.398 Neuwagen in Sandweiler registriert. Auf dem aufsteigenden Ast ist also der Markt für die topp ausgestatteten Gebrauchtwagen und macht zurzeit nach SNCA/Statec-Angaben ein Volumen von 610 Millionen aus - gegenüber 1,443 Milliarden Euro bei den Neuwagen.

„Autohändler stehen für Vertrauen“

Für das aktuelle Jahr erwartet Goedert eventuell „einen Status Quo“. „Wie überall wird der Druck auf die Preise größer. Die Strategien sind klar: Wir müssen uns ab sofort auf den Service konzentrieren, denn das haben wir zu 100 Prozent in der Hand, und natürlich auch den GW-Markt besser und professioneller bearbeiten.“ Wenn ein Kunde einen Gebrauchten beim Händler kauft, „bekommt er Garantie und einen kompetenten und vertrauensvollen Service“, ergänzt Pirsch mit Blick auf einen Kauf aus privater Hand.

Beim „AutoOccasiounsfestival“ öffnen die beteiligten 49 Autohäuser und Vertragshändler von 9.00 bis 19.00 ihre Türen und bieten hunderte von Gebrauchtwagen zu bestmöglichen Konditionen an und stehen für alle Fragen Rede und Antwort. „Denn mit den von uns kontrollierten und freigegebenen Gebrauchtwagen kommt der Kunde in den Genuss von Service und Garantien vergleichbar denen von Neuwagen!“

Alle Infos und die teilnehmenden 49 Garagen

findet man unter www.myauto.lu