Die Sonntagsausgabe der Vier-Buchstaben-Zeitung von jenseits der Mosel hat jetzt vom Spitzenkandidaten der Konservativen für die Europawahl himself erfahren, dass man diesen in Deutschland gar nicht wählen kann, aber da können wir die Zeitung beruhigen: Auch in Luxemburg ist Juncker nicht wählbar. Die von der BAMS beklagte Brüsseler Regelungswut sieht der potenzielle Neu-Barroso indes nicht so eng: „Der EU-Kommission wird vieles in die Schuhe geschoben, was in die Sandalen der Mitgliedsländer gehört“. Und dass der Kandidat am 25. Mai ach ja nicht die Schlappen verliert, soll ihm nun sogar Altkanzler Kohl unter die Arme greifen. So stattet der „politische Ziehsohn“ von Kohl, wie der „Spiegel“ Juncker jetzt in einem „Kohl soll helfen“ betitelten Artikel nannte, diesem dann auch morgen sicherheitshalber einen Besuch im Altkanzlerbungalow ab.

ZDF-Europakorrespondent Udo van Kampen ist seinerseits auch schon derart alt, dass er sich demnächst in den Ruhestand verabschiedet. Seine kurioseste Begegnung in all den Jahren? Eine Kochshow mit dem Duo Asselborn/Steinmeier: „Die konnten nicht mal Zwiebeln schneiden, bei beiden reichte es nur für Dosenravioli“. Und Juncker isst am liebsten Schnitzel...