BETTEMBURG
SIMONE MOLITOR

Das Kaleidoskop-Theater startet im Bettemburger Schloss in seine sechste Spielzeit

In seiner Spielzeit 2018/19 begibt sich das Kaleidoskop-Theater auf eine vielseitige Suche nach dem Glück. Wie gewohnt stehen bekannte Klassiker großer Autoren auf dem Programm, allerdings nicht nur. Ihren Platz hat die Truppe indes längst abseits der Hauptstadt und der Südmetropole Esch/Alzette in Bettemburg gefunden, dies im Theatersaal des Schlosses. Nun startet das Berufstheater um den künstlerischen Leiter Jean-Paul Maes dort bereits in seine sechste Spielzeit.

Saisonbeginn mit „Der Weg zum Glück“

Gleich im ersten Stück der Saison, das am 7. November Premiere feiert, läuft ein junger Mann dem Glück hinterher. Verfolgt von Schattenfratzen, manischen Happy-Birthday-Gesängen, ständig gehetzt und getrieben auf der Suche nach sich selbst, entfliehen seine Beine stets seinem eigenen Körper. Wie das auf der Bühne aussehen soll, davon kann man sich ab nächster Woche selbst ein Bild machen. „Der Weg zum Glück“, geschrieben von Ingrid Lausund, mit Florian Hackspiel wird im Programmheft als „berührender moderner Theaterabend“ angekündigt. Rasant, komisch, clownesk und melancholisch-heiter wird es dabei auf der Bühne zugehen. Weitere Vorstellungen sind am 8., 13., 14. und 15. November sowie am 7. und 12. Dezember immer um 20.00 und am 9. Dezember um 17.30.

„Biedermann und die Brandstifter“ nach Max Frisch in einer Inszenierung von Heidemarie Gohde steht dann ab dem 10. Januar auf dem Programm. Jean-Paul Maes, Neven Noethig, Véronique Kinnen und Elena Spautz wirken in dieser politischen Parabel mit, die ihre kritische Kraft nicht aus der Entlarvung der Lüge und der Manipulation bezieht, sondern aus der Inszenierung der biedermännischen Wehrlosigkeit gegenüber Verbrechern, die sich überhaupt nicht tarnen, sondern von Anfang an sagen, was sie wirklich wollen.

Im März wird der Klassiker „Kabale und Liebe“ von Friedrich Schiller, ebenfalls inszeniert von Heidemarie Gohde, wieder aufgenommen. In diesem Stück steht eine große Schauspielertruppe auf der Bühne: Simon Wenigerkind, Rosalie Maes, Neven Noething, Albert Friedl, Frederike Majerczyk, Jean-Paul Maes und Luc Lamesch.

„Fräulein Julie“ von August Strindberg - er gilt als einer der wichtigsten schwedischen Autoren - in einer Inszenierung von Jean-Paul Maes feiert am 29. März Premiere. Frederike Majerczyk, Rosalie Maes und Florian Hackspiel spielen mit.

Luxemburgische Kreation von Tullio Forgiarini

Das Kaleidoskop-Theater interessiert sich in seiner neuen Saison aber nicht nur für verstorbene Autoren und bekannte Stücke der Weltliteratur, sondern gibt mit „Vum Himmel“ von Tullio Forgiarini auch die Bühne frei für eine Luxemburger Kreation in luxemburgischer Sprache. Eine böse, sarkastische Komödie erwartet das Publikum. Mit viel Witz und Humor, gelegentlich in einer sehr schwarzen Form, wird eine Lebensform
im Wohlstand, mit den Problemen, die dieser mit sich bringen kann, jener der in Not lebenden Flüchtlinge gegenübergestellt. Jean-Paul Maes übernimmt die Regie. Es spielen Luc Lamesch, Timo Wagner, Rosalie Maes und Elena Spautz.


Weitere Informationen zur Spielzeit 2018/19
sowie Reservierung unter www.kaleidoskop.lu. Reservierung über Tel.: 621 59 36 19 oder ticket@kaleidoskop.lu