Investitionen, die zu schön sind, um wahr zu sein

Von Camille FratiLex Kleren Für Originaltext auf Französisch umschalten

Der Finanzplatz weckt seit langem die Begehrlichkeit von Betrüger*innen. Das digitale Zeitalter hat ihnen die Möglichkeit gegeben, sich in Luft aufzulösen und gleichzeitig ihre potenziellen Opfer zu vervielfachen.

"Im Moment kommt meine Haupteinnahmequelle von einem neuen Programm zur automatischen Verwaltung von Kryptowährungen namens Bitcoin Code. Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie eine bessere Möglichkeit gesehen, schnell ein kleines Vermögen aufzubauen. Ich rate jedem, es schnell auszuprobieren, bevor die Banken dem ein Ende setzen." Im Sommer 2021 wurde in sozialen Netzwerken, allen voran Facebook, eine scheinbare Abschrift eines RTL-Interviews mit Großherzog Henri präsentiert, in dem die Vorzüge einer Anlage mit außergewöhnlicher Rendite angepriesen wurden. In einem anderen Artikel war der damalige Premierminister Xavier Bettel zu Wort gekommen, der ebenfalls "La Formule Française" lobte, ebenso wie Richard Branson und Elon Musk.

Natürlich waren diese Interviews aus der Luft gegriffen und für diejenigen, die Luxemburg und seine höchsten Führungskräfte ein wenig kennen, leicht zu entlarven. Aber für andere mag der Artikel plausibel erschienen sein oder sie sogar dazu veranlasst haben, sich für die so hervorgehobene Investition zu interessieren. Marie-Paule Gillen, Rechtsanwältin und Teilhaberin der Kanzlei DSM, die auf Bank- und Finanzrecht spezialisiert ist, kommentiert: "Das Anpreisen von tollen Renditen funktionierte sehr gut, vor allem während der langen Zeit, in der die Zinsen sehr niedrig waren."

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