Portugies*innen und die Schule - eine komplizierte Beziehung

Von Rodrigo RibeiroLex Kleren Für Originaltext auf Französisch umschalten

Sechzig Jahre nach der ersten Migrationswelle aus Portugal sehen sich portugiesischsprachige Studierende immer noch mit Hindernissen konfrontiert. Was sind ihre Erfahrungen, was sind die Ursachen für diese Herausforderungen und welche Lösungsansätze gibt es?

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Luxemburg hat mehrere Einwanderungswellen erlebt, die sich erheblich auf die soziodemografische Landschaft des Landes ausgewirkt haben. Die erste betraf die italienische Gemeinschaft am Ende des 18. Jahrhunderts, gefolgt von der ersten portugiesischen Welle in den 1960er Jahren, die seitdem relativ konstant geblieben ist. Die Migrationsbewegungen sind nicht zum Stillstand gekommen, und auch heute noch lassen sich ausländische Gemeinschaften im Land nieder. Die Last, die diese ersten Generationen zu tragen hatten, spiegelt sich direkt in den Erfahrungen ihrer Kinder wider, die häufig mit der Integration in ein anderes als das gewohnte Schulsystem konfrontiert sind, das durch die sprachliche Komplexität des Landes erschwert wird.

Die Chancen von Neuzuwander*innen, in der Schule erfolgreich zu sein, sind weitaus geringer als die von im Aufnahmeland geborenen Kindern, insbesondere in Luxemburg mit seiner sprachlichen Vielfalt und seinen unterschiedlichen Schulniveaus. Der Bericht der nationalen Beobachtungsstelle für Schulqualität (ONQS) von 2022 über die Leitlinien für eine Verringerung der Auswirkungen von Ungleichheiten aufgrund der sozialen Herkunft im Bildungssystem stellt Folgendes fest: "Es kann mit einer gewissen Konstanz festgehalten werden, dass Luxemburg zu den Ländern mit einer starken Stratifizierung der Schülerpopulation und einer starken Segregation innerhalb des Schulsystems gehört". In Bezug auf die Nationalität stellt ein Bericht des Service de Coordination de la Recherche et de l'Innovation pédagogiques et technologiques (SCRIPT) fest, dass die portugiesischen Schüler*innen mit einer Gesamtquote von 37,1 % im Schuljahr 2019/2020 die Mehrheit der schulisch zurückgebliebenen Schüler stellen. Dies ist im Vergleich zu anderen Nationalitäten eine besonders hohe Quote.

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